Die Faszination des Fremden
Ensemble: Ensemble Castor
Traversflöte: Jana Semeradova
Leitung: Petra Samhaber
Werke u. a. von: Francois Couperin, Georg Philipp Telemann und Antonio Vivaldi
Freitag, 19. Juni 2026
19:30 Uhr
Gemischter Stil
Großartige Kunstwerke und reiche Kultur können Menschen dazu bewegen, im Fremden nicht das Irritierende und Verstörende zu sehen, sondern vielmehr das
Faszinierende, Anregende und Bereichernde.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war das Bewusstsein für nationale und regionale Musikstile stark ausgeprägt, besonders der französische und italienische „Geschmack“ hatten klare ästhetische Merkmale und wurden gerne in musikalischen Schriften voneinander abgegrenzt. Zu groß aber war die Begeisterung etwa von Georg Philipp Telemann für den französischen Stil oder die Bewunderung Francois Couperins für die Werke eines Arcangelo Corelli, um ohne Verzierungskunst und Stilelemente des anderen komponieren zu können.
Das Resultat dieser Faszination am Fremden war ein gemischter Stil, der das Beste aus verschiedenen Welten verbindet und uns bis heute eine reiche barocke Klangwelt offenbart. Das Linzer Ensemble CASTOR, welches sich aus oberösterreichischen, international erfolgreichen Musikern, die sich auf die historische Aufführungspraxis
spezialisiert haben, zusammensetzt, hat seinen Schwerpunkt auf die Streicherkammermusik des 17. und 18 Jahrhunderts gelegt. Mit der international renommierten Traversflötistin Jana Semeradova verbindet das Ensemble eine jahrelange Zusammenarbeit.

© Reinhard Winkler

















